Manch einer hat es wohl schon immer vermutet, doch nun haben es Forscher nachweisen können. Mütter geben nicht nur ihr Erbgut weiter, sondern auch Erfahrungen oder zumindest Spuren davon. Bislang konnte dies nur an Mäusen bewiesen werden.
Die von den Forschern um Junko Arai von der Tufts University untersuchten Mäuse hatten einen Defekt in einem Gen, welcher dafür verantwortlich war, dass ihr Erinnerungsvermögen beeinträchtigt war. Bereits nach knapp einem Tag hatten die Mäuse keine Angst mehr vor Orten, an denen sie zuvor mit Stromschlägen ‘behandelt’ wurden. Gesunde Artgenossen erinnerten aber daran. Mittels einer bestimmten Behandlung bzw. Therapie der Mäuse gelang es, die Gedächtnisschwäche verschwinden zu lassen.
Bei Mäusen, welche man dieser Therapie ausgesetzt hatte, konnte man feststellen, dass deren Nachwuchs, trotz des immer noch vorhandenen Gen-Defektes, sich an die Therapieerfahrungen der Mütter erinnerten und die Gedächtnisschwäche sich nicht zeigte.
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