Etwa jedes zehnte Kind und jeder 20. Erwachsene leidet an einer entzündlichen Erkrankung der Atemwege, dem Asthma bronchiale. Die Krankheit kann sich deutlich in Form von anfallsartiger Atemnot bemerkbar machen; ebenso verläuft sie häufig nahezu unbemerkt und verstärkt sich unbehandelt in zunehmendem Maße. Es sollte jedoch nicht leichtfertig mit dieser schwerwiegenden Erkrankung umgegangen werden, denn eine frühzeitige effektive Behandlung kann einen sich verschlimmernden Krankheitsverlauf verhindern. Zusätzlich zu den jetzt folgenden Informationen, können Sie sich auch im Internet informieren. Einen sehr guten Apotheken Blog finden Sie hier .
Ursachen und Symptome
Asthma bronchiale ist eine entzündliche Erkrankung der unteren Atemwege. Entweder durch allergische (z.B. allergische Rhinitis “Heuschnupfen”, Holzstaub o. Ä.) oder nichtallergische Faktoren kommt es zu einer übertrieben starken Reaktion des Immunsystems mit Entzündung und Schwellung der Bronchialschleimhaut, vermehrter Sekretion und krampfartigen Verengungen der Lungenbläschen. Der Patient bemerkt als Leitsymptome Luftnot und eine meist als “pfeifend” beschriebene Atmung, mitunter auch eine “Brustenge”. Insbesondere die Ausatmung ist erschwert. Ursachen können genetische Einflüsse, nicht auskurierte Infekte oder schädliche bzw. allergene Stoffe (Rauchen, Arbeiten mit Holzstaub, Chemikalien usw.) sein. Die lange Zeit verbreitete Ansicht, dass dem Asthma häufig psychische Ursachen zugrunde liegen, ist nicht mehr aktuell. Zwar können psychische Faktoren die Intensität der Beschwerden beeinflussen, jedoch sind sie keine eigenständige Ursache.
Diagnose vom Facharzt
Die Diagnostik gehört in fachärztliche Hände. Pulmonologen (auch: Pneumologen) sind Spezialisten auf diesem Gebiet und werden in der Regel zunächst in einem Patientengespräch die auslösenden Reize und die Krankengeschichte erfragen. Anschließend wird die Lungenfunktion getestet. Dabei kommen meist auch reizende (allergene) Stoffe zum Einsatz, um die dann oft eingeschränkte Lungentätigkeit beurteilen zu können. Je nach Beschwerdebild werden zudem eine Allergiediagnostik und eine Blutgasanalyse durchgeführt. Zum Ausschluss anderer Erkrankungen (z.B. Lungentuberkulose oder Tumore).
Behandlung
Asthma ist nach heutigem Wissensstand nicht heil,- jedoch sehr gut behandelbar. Entscheidend ist die frühzeitige Diagnosestellung und -vor allem- die Bereitschaft des Patienten, sich behandeln zu lassen.
Je nach Schwere der Erkrankung werden heute bronchialerweiternde Medikamente (ß2-Sympathomimentika, “Asthma-Spray”), Cortison-Sprays mit fast ausschließlich lokaler Wirkung in der Lunge und weitere Medikamente (meist in Kombination) verordnet. Die konsequente regelmäßige Anwendung sorgt meist für rasche Beschwerdefreiheit. Zudem sind verschiedene Begleitmaßnahmen wie körperliches Training, Reduzierung des Körpergewichtes, Rauchentwöhnung oder eine Asthmaschulung (Training von Atemtechniken) angezeigt.
